Die Hauptsonderschau 2003, am 1.+2.11. in Hoya, konnte
mit 752 gemeldeten Tieren nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen.
Erfreulich dabei, dass das bei der Jugend nicht der Fall war, denn mit 87
Tieren wurde die Meldezahl zum Vorjahr nur um 4 Tiere verfehlt. Für die
hervorragende Organisation gilt dem GZV Hoya , aber vor allem der
Ausstellungsleitung, unser herzlicher Dank.
Zu sehen waren 19 Farbenschläge ohne Bart - es fehlten nur die im letzten
Jahr anerkannten Blau-goldhalsigen. Dagegen war bei der bärtigen Variante
ein erfreulicher Zuwachs von 3 Farbenschlägen zu verzeichnen; sie wurden
in 16 verschiedenen Farben gezeigt.
Die 11 Preisrichter konnten 20 mal vorzüglich und 49 mal hervorragend
vergeben. Es war eine sehr gelungene Schau. Weitere Informationen mit einem
ausführlichen Bericht gibt es auch im nächsten Rundschreiben.
Herzlichen Glückwunsch den SV-Meistern und Preisträgern
Einige Bilder von der super Hauptsonderschau in Hoya gibt es hier:
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Schaubericht über die HSS der Federfüßigen Zwerghühner in Hoya
Die am 1. und 2.11.2003 in der Reithalle von Hoya ausgerichtete 36. HSS unseres SV wurde in der Seniorenklasse von 55 Züchtern mit 680 Tieren beschickt. Des Weiteren stellten 8 Jungzüchter 87 Tiere aus. Mit 767 Tieren lag diese HSS nicht ganz im Trend ihrer Vorgängerinnen. Dem Ausstellungsleiter K.-H. Dierks und seinem Team herzlichen Dank für ihre geleistete Arbeit zum Wohle unseres gemeinsamen Hobbys. Die ausgestellten Tiere konnten sich in der lichtdurchfluteten Halle bestens präsentieren und auch wir Aussteller wurden sehr gut versorgt.
Bei den Gold-porzellanfarbigen waren 36,60 jung und 10,20 alt
zu sehen. Bei den Junghähnen war das Erscheinungsbild unterschiedliche, im Typ
wie auch in der Farbe. Wobei die noch nicht ganz ausgereiften Hähne ihren
Anteil an diesem Bild hatten. Gründe für niedere Noten waren eckige und
unabgedeckte Übergänge, wie auch Rost in den Binden. Einige Hähne zeigten zu
große, grobe Tupfen auf der Brust, mit der Folge, dass diese zu schwarz
erscheint. Die herausgestellten Hähne verkörperten aber das Gewünschte in
Form und Farbe (v SV-Band und hv: Dierks). Die Althähne ließen alle irgendwie
ihre einstige Klasse erkennen. Mängel, die zu niederen Noten führten, waren
teils dem Alter geschuldet. Sie zeigten offene Kehllappen und Schilf in den
Schwingen. Der von Dierks gezeigte, mit v GB bewertete Althahn hatte alles was
gewünscht wird. Er besaß besten Typ mit leuchtender Grundfarbe und
gleichmäßiger, scharf geschnittener Tupfe, die mit feinem Grünlack überzogen
war und eine weiße Perle hatte. Er trug einen gut geschnittenen Kamm und
geschlossene Kehllappen. Dieser Hahn war die beste Werbung für seinen
Farbenschlag. Von den Junghennen erhielten nur 50% die Note sg und darüber.
Diese Hennen hatten Typ, eine goldgelbe Grundfarbe und eine junghennengerechte
Zeichnung (v SVB Löser, hv Struckmann, Löser). Gründe für niedere Noten
waren zu lange, unausgerundete Rücken. Nicht wenige zeigten eine zu dunkle
Grundfarbe mit grober Tupfe und Moos in den Binden oder auch der unteren
Brustpartie. Die Althennen ließen neben einigen recht typischen Tieren doch
auch manche Mängel erkennen. Die unter sg bewerteten Althennen hatten nur wenig
Probleme mit der Form. Oft war aber die Grundfarbe zu hell, einige zeigten Rost
in den Binden, auch Moos in der Sattelpartie war ein Mangel. Eine Althenne bei
der man die goldgelbe Grundfarbe nicht mehr sehen kann, weil Tupfe und Perle zu
grob geworden sind, ist von minderer Qualität (v GB, hv: Tasche).
Die 12,22 jung und 2,3 alt waren eine eigentlich bescheidene Zahl für isabell-porzellanfarbig.
Die herausgestellten Hähne hatten die gewünschten Proportionen mit der
angestrebten rahmgelben Brustfarbe und sg Tupfung mit blauer Farbe. Auch zeigten
sie geschlossene, nicht zu grobe Binden und waren ausgerundet im Übergang.
Mängel bei den Hähnen waren flache Brustpartien, zerschlissene Handschwingen,
grobe und zu graue Tupfung und eckige Übergänge (hv E: Pilatus). Die zwei
Althähne hatten sg Typ und auch Grundfarbe, einer aber grobe Kopfpunkte und
zerschlissene Bindenpartie. Bei den Junghennen gab es mit fast 50% g und b einen
niederen Notenschnitt. Die im sg Bereich und darüber befindlichen Hennen, mit
toller Form, recht guter Rahmfarbe und gleichmäßiger, geschlossener und auch
nicht zu dunkler Tupfung, zeigten auch recht gute Köpfe (v SVB: Fasold).
Gründe für Kritiken im Mangelbereich waren zu lange Rücken, offenen Tupfung,
Kehllappenfalten, unkorrekte Auenbinde, zu dunkles Flügeldreieck oder
unabgedeckte Übergänge.
Entgegen vergangener Jahre zeigten sich die Zitron-porzellanfarbigen
(4,14 jung und 1,2 alt) sehr gut. Das betrifft vor allem die Grundfarbe. Sie war
so ausgeglichen und in der richtigen Zitron-Farblage wie lange nicht. Ursache
für die niedere Bewertung eines Junghahnes war mangelhafter Kammschnitt, bei
den Hennen angeschobener Kehllappen oder offene Tupfen auf der Brustpartie (hv
GB: Wolf 0,1j; hv E: Krause 0,1a).
Mit 10,24 jung und 3,6 alt waren die Silber-Porzellanfarbigen vertreten.
Bei den Junghähnen gab es nur 2 mal sg und v SVB für einen sehr typvollen Hahn
von Fasold. Gründe für die niederen Noten der Junghähne waren unausgereifte
Steuerfedern und zwangsläufig stark offene Schwanzpartien. Auswüchse an
Kammzacken oder emaillierte Ohrscheiben, die, egal bei welcher Farbe, als grober
Mangel eingestuft werden müssen. Nur wenige Hähne zeigten sg Binden, entweder
sie waren zu grob in der Binde und unsauber auf den Decken oder sie zeigten zu
zarte zerschlissene Bindentupfen bei gleichzeitig offener, zu kleiner und zu
blasser Brusttupfe. Auch zeigten einige reichlich gelben Anflug. Die Althähne
mit sg Typ und Grundfarbe wie auch Zeichnung; einer noch sehr unausgereift in
der Feder. Bei den Junghennen sah es wesentlich besser aus. Tiere mit guter
Figur und recht guter, silberweißer Grundfarbe und gleichmäßiger Tupfung
waren in der Überzahl. Obwohl zu sehen war, dass einige wertvolle Hennen nicht
mehr ganz in Schaukondition standen (v GB, hv: Fasold). Ein Problem ist nach wie
vor die teils schwarze Nervzeichnung auf den Decken von Hähnen und Hennen. Der
Kiel soll, außer dem Bereich auf der sich die Tupfe befindet, silberweiß sein.
Zu niederen Noten führten langer Rücken, zu schmale Schulter und bei nicht
wenigen die faltigen Kämme. Auch bei den Hennen standen Tiere mit zu schwacher
und grauer Brusttupfe. Ein Mangel den man bei Althennen besonders deutlich sehen
kann, ist die gesäumte Tupfe. Diese soll mit einer klar angesetzten und rein
weißen Perle versehen sein. Hier müssen wir züchterisch gegensteuern.
10,24 jung und 2,6 alt standen bei Gelb mit weißen Tupfen in den
Käfigen. Einige Hähne waren teils noch unfertig im Abschluss oder aber auch
eckig im Übergang. Beulige Kämme führten zu niederen Noten. Die
herausgestellten Tiere zeigten sg Form, Farbe und Zeichnung (hv SE: Schwalm,
1,0a). Die Junghennen präsentierten sich wie schon zur 35. HSS mit einer sehr
ausgeglichenen Grundfarbe und zeigten auch eine gleichmäßige Tupfung mit
reiner Tupfenfarbe. Sehr typisch die Figuren der Spitzentiere (v SVB, 2 x hv:
Schwalm). Die ganz wenigen Ausfälle bei den Hennen waren in zu grober oder zu
schwacher Brusttupfung, wie auch mit fehlendem Mittelzehennagel begründet.
Bei den Roten mit weißen Tupfen (4,8 jung und 2,4 alt) war die
Grundfarbe verbessert, wobei an der Reinheit der Steuerfederfarbe noch
gearbeitet werden muss. Auch sollten besonders die Hähne in der Unterlinie noch
voller werden. Den Hennen war eine breitere Sattelpartie zu wünschen. Die
Tupfung sollte noch gleichmäßiger in Verteilung und Größe werden. Ein sehr
feiner Vertreter dieses Farbenschlages war die mit hv LVP bewertete Althenne von
Claus.
Schwarz mit weißen Tupfen gab es 9,11 jung und 1,2 alt zu sehen. Die Hähne
zeigten überwiegend sg Typ, hatten lackreiche Grundfarbe und auch recht gute
Zeichnung (hv SE: Brunngräber). Bei einigen waren aber die Kämme reichlich
groß, auch muss auf korrekte Rückenlinie geachtet werden. Einzelne zeigten
abfallende Rücken. Bei den Junghennen hätte ich 3 Vertreterinnen eine
gleichmäßigere Kragenzeichnung gewünscht, diesen Hennen fehlte auch meist
eine gleichmäßige Tupfung auf Rücken und Decken. Ein Muster für diesen
Farbenschlag war die mit v SVB bewertete Henne von Epperlein. Die Spitzenhennen
hatten Typ, lackreiche Farbe und bei sg Binden auch eine ansonsten
gleichmäßige Tupfung (hv: Eperlein).
Perlgrau mit weißen Tupfen, ein sehr aparter Farbenschlag, aber immer nur
mit wenigen Tieren vertreten (1,2 jung, 1,1 alt). Den Hähnen hätte ich weniger
gelben Anflug gewünscht. Mehr Körperfülle und ausgerundetere Übergänge
wären von Vorteil gewesen. Die Hennen zeigten sg Form, auch Grundfarbe und
Tupfung (hv: G. Schönefeld).
Wie schon so oft gab es bei den Weißen (9,9 jung, 0,1 alt) typische
Formentiere zu sehen, was ja bei den einfarbigen Federfüßen öfter der Fall
ist, als bei den gezeichneten. Wenige Tiere hatten leichten gelben Anflug. Zwei
Hähne hätten im Übergang abgedeckter sein können (hv: Hechler). Die mit v
SVB bewertete Hennen von Hechler machte diesem Farbenschlag alle Ehre.
Bei den 13 schwarzen Hähnen gab es bis auf ein Tier keinen Ausfall was
den Typ betraf. Sie besaßen sg Brustfülle und Schulterbreite sowie recht gute
Übergänge. Einigen hätte ich aber geschlossenere Schwanzpartien und mehr
Bindenlack gewünscht. Auf glatte Kehllappen und deren Größe muss geachtet
werden (v LVPH: Rost, hv: S. Schmidt). Die Hennen (26 jung, 2 alt) trugen bis
auf ganz wenige Ausnahmen prima Grünlack und hatten sg Figuren. Einige waren
nicht korrekt was die Zackeneinschnitte betraf, auch hätten mehrere weniger
Vorkamm zeigen sollen (v SVB: Sohl; hv: Rost, Sohl).
Es folgten 7,18 jung und 0,2 alt in Perlgrau. Die Hähne zeigten sg
Figuren und auch recht gute Köpfe. Teils hätte die Feder straffer und glatter
sein können. Farblich gab es kaum Mängel, nur 2 zeigten deutlich gelben
Anflug. Für mich hatte der 1,0 in 404 die beste Grundfarbe (hv GB: Hoppert).
Auch die Hennen waren überwiegend sg in Form und Farbe. Nur einige sollten in
der Grundfarbe, und dies besonders auf dem Kopf und Kragen, mehr taubenblau
sein. Es gab auch Mängel was die Standhöhe anbelangte (hv LVP: G.
Schönefeld).
3,11 jung, 1,1 alt gelb. Die Hähne mit sehr guten Figuren und Köpfen,
aber die Kragenfarbe hätte gleichmäßiger sein können. Die Hennen waren mit
recht guten Formen und gleichmäßiger Farbe ausgestattet; nur 2, die im
Mantelgefieder scheckig waren (v LVP, hv SE: Hoppert).
Die 3 roten Hähne hatten eine recht gute Mantelfarbe, allerdings wäre
es vorteilhafter gewesen, wenn sich die Kragenfarbe dieser angeglichen hätte.
Die Form der Hähne und Hennen war sg. Den 3 Hennen hätte ich eine leuchtendere
Augenfarbe gewünscht (hv: Hopert).
Die 6,10 Gestreiften zeigten sich besonders bei den Hähnen
unterschiedlich im Typ. Zwei waren matt in der Farbe und hatten auch eine
verschwommenen Streifung. Auch waren sie teils schon recht groß. Bei den Hennen
konnte man, bis auf 2, klar gestreifte Tiere mit typischen Figuren und sg
Fußbefiederung sehen. Auf gut gestreifte Handschwingen muss geachtet werden (v
KVP: Koehler, hv: Löser).
Bei den Goldhalsigen (15,18) präsentierten sich die mit sg und darüber
bewerteten Hähne mit sg Figuren und einer leuchtenden, nicht absetzenden
Kragen- und Sattelfarbe. Auch waren diese Hähne sauber im Kragenschluss (2 x hv:
Theiß). Bemängelt wurden grobe Vorkämme sowie große Kehllappen und Kämme.
Vier Tiere zeigten sich im unteren Halskragen zu hell. Drei trugen rußige
Kragenabschlüsse. Bis auf fünf Hennen zeigten sich diese sehr ausgeglichen,
sie hatten Typ und auch eine klare Rieselung und Nervzeichnung, sowie die
richtige Brust- und Deckenfarbe (v SVB: Theiß, hv: Lang).
Die Silberhalsigen (14,30 jung, 2,2 alt) zeigten sich nicht nur
figürlich unausgeglichen. Bei einigen Hähnen missfiel die unreine Deckenfarbe.
Auch hätte teils die Silberfarbe auf den Decken und dem Sattel intensiver sein
sollen. Auch wegen Emaille in den Ohrlappen oder verkürzten Außenzehen gab es
niedere Noten (hv: Kenn). Mängel bei den Hennen warn langer Rücken,
bänderartige Rieselung, angelaufene Kopfplatten, Flitter oder Rost auf den
Decken. Bei einigen störte auch weiß in der Fußbefiederung oder von den
Seiten her fleckige Brustfarbe. Die herausgestellten Hennen überzeugten aber
mit sg Form, feiner Silberfarbe und zarter, klarer Rieselung mit sg
Nervzeichnung. Auch hatten diese Hennen eine satte lachsfarbige Brust (hv GB:
Pöhler, hv SVB: B. Schönefeld).
Die 12 Hähne in Weiß-schwarzcolumbia zeigten sich im Typ recht
ordentlich und hatten bis auf wenige auch sg Farbe (v GB: Hechler). Mängel bei
den Hähnen waren gelber Anflug, Schilf in den Schwingen, violett auf den
Nebensicheln oder schmaler Sattel. O.B. gab es wegen eingewachsenem Ring. Die 11
Hennen waren sehr ausgeglichen mit vollen, gut ausgerundeten Figuren und
typischer Kragenzeichnung bei reiner Grundfarbe. Fein sehen die Hennen aus, bei
denen die großen schwarzen Schwanzdeckfedern einen schmalen, klaren weißen
Saum haben (2 x hv: Balliet). Nur zwei Hennen ohne Kragenschluss, eine hätte
ausgerundeter sein können. Bei einigen hätten die Zacken breiter sein sollen.
Vier Hennen in Gelb-schwarzcolumbia waren keine Werbung für diesen
schönen Farbenschlag. Die Hennen zeigten sich fleckig in der Grundfarbe und
hatten sichtbare Einlagerungen in dieser. Auch hatten zwei zu dunkle Augen.
Bei den Birkenfarbigen (7,12 jung, 2,3 alt) waren 2 Hähne etwas
unabgedeckt und eckig im Übergang. Die Sattelpartien hätten bei einigen
breiter sein können. Auch wurde bei den Hähnen teilweise zu schwach
ausgeprägte Silberfarbe auf Halskragen und Sattel beanstandet. Die silbernen
Körperpartien sollen frei von gelben Anflug sein. Die Hennen waren figürlich
sehr ansprechend und hatten saubere Fußbefiederung, was man von den Hähnen
nicht bei allen sagen konnte. Die herausgestellten Hennen hatten prima
Kragenfarbe bei satter, lackschwarzer Körperfarbe. Leider konnten bezüglich
der Brustsäumung nicht alle genügen. Einige zeigten davon zu wenig, andere
trugen Säumung über die gesamte Brustregion, bis zum Anfang des Bauches.
Öfter war dann auch die Brustfarbe zu matt in der Farbe, es war eher ein
Grauton als ein sattes Schwarz zu sehen. Das traf auch für ein paar Hähne zu.
Auf eine 0,1 gehört auch keine silberne Nervzeichnung, schon gar nicht auf
Rücken- oder Deckenpartie. Eine ordentliche Brustsäumung sollte scharf und
klar im Silber sein und über den Kehlbereich hinausgehen, aber die untere
Kropfregion nicht überschreiten (hv: Scheibner).
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Wenn ich jetzt zu den Bärtigen komme, möchte ich mich für
uns alle bei den Zuchtfreunden bedanken, die unseren Bärtigen Federfüßigen
Zwerghühnern die Treue halten. Sicher, die Probleme mit den Bärten sind
bekannt, aber gerade hier gäbe es für manchen Zuchtfreund ein züchterisches
Betätigungsfeld. Bestimmt lohnender, als ständig nach neuen Farbenschlägen zu
suchen. Es wäre doch sehr bedauerlich, wenn wir in der Zukunft nach bärtigen
Farbenschlägen suchen müssten, die wir heute noch fast in Vollendung haben.
Bei den 1,6 gold-porzellanfarbigen mit Bart von R. Rost war der mit v SVB
bewertete Hahn eine Augenweide. Die Hennen hatten, bis auf zwei, sg Figuren,
recht gute Grundfarbe, gleichmäßige Tupfung und Bärte. Zwei Vertreterinnen
hätte ich einen ausgerundeteren Rücken und eine geschlossenere Tupfe
gewünscht.
Silber-porzellanfarbige mit Bart standen 2,5 jung und 0,1 alt zur Schau. Die
Tiere zeigten sg Form und Farbe. Bis auf ein Tier mit zu wenig Kinnbart hatten
sie sg Bärte. Den Hennen hätte ich straffere Kämme gewünscht (hv SE: Furgber).
Die 2,6 Perlgrauen mit Bart hatten sg Typ wie auch Kinnbart, Backenbart
und Halskrause. Ein Hahn im Kammblatt straffer, bei den Hennen die Grundfarbe
eine Idee leuchtender (sg 95 E: Rost).
Die 1,4 Roten mit Bart waren farblich eine sehr ausgeglichene Kollektion,
die auch sg Bärte zeigte. Die Hennen konnten auch ausgerundeter sein (hv:
Hoppert).
Gestreifte mit Bart standen 2,4 in den Käfigen. Die gezeigten Tiere waren
durchweg sehr ausgeglichen im Typ und trugen auch sg Bärte und Halskrause. Auch
hatten sie sehr ausgeprägte Fußbefiederung. In der Streifung sollten besonders
die Hennen noch klarer und zarter werden (hv: B. Schönefeld, 0,1).
Die 2 Junghähne, goldhalsig mit Bart, waren farblich ohne Tadel und
hatten auch sg Bärte. Einer hätte im Übergang ausgerundeter sein sollen. Die
7 Hennen zeigten typische Form und bis auf eine auch sg Bart und Halskrause. Bei
einigen Hennen wäre eine etwas sattere Kragenfarbe vorteilhaft gewesen. Die
Brauneinlagerungen auf den Decken sollten so gering wie möglich gehalten
werden. Die Rieselung und auch die Nervzeichnung war recht gut (v SVB: Hoppert,
0,1).
Leider nur 1,2 jung silberhalsig mit Bart. Die Bartfülle wie auch Typ
waren sg. Die Bartfarbe des 1,0 hätte intensiver schwarz sein sollen, auch war
seine Deckenfarbe zu beanstanden (sg 95 E: Hannemann, 0,1).
Eine Henne, gelb-schwarzcolumbia mit Bart, hatte zwar Figur, konnte aber
farblich nicht gefallen. Die Grudfarbe war fleckig und der Bart zu knapp.
Den Abschluss der Bärtigen bildeten 1,2 alt und 0,1 jung birkenfarbig.
Der Althahn war, was Form und Kragenfarbe sowie Bart angeht, recht gut, zeigte
aber reichlich Brustsäumung. Die Hennen auch mit sg Form, aber einmal
unkorrekte Zehenstellung und einer zweiten hätte ausgeprägtere Brustsäumung
zum Vorteil gereicht.
Die Jugendabteilung
begann mit 12,14 jung und 2,1 alt isabell-porzellanfarbig. Das waren fast
genau so viele Tiere wie bei den Senioren und standen denen nicht nach. Die
Hähne überwiegend mit sg Figuren sowie guten Kämmen. Sie trugen eine recht
gute Grundfarbe und hatten den richtigen Blauton auf Tupfen, Binden und
Schaftstrich. Mängel waren offene Kehllappen, auch wurde bei dreien die
fehlende Unterbrust moniert. Einer zeigte reichlich rot auf Rücken und Decken
und seine Zeichnung hatte keinen Blauton, sondern sie war grau (hv SE auf 1,0
alt von Ressel; sein kleiner Wunsch lag bei den Kehllappen, bei einem Althahn
sollte man da großzügiger sein). Bei den Hennen zeigte, bis auf ganz wenige,
die etwas lang in der Rückpartie waren, die Mehrheit die richtige Form, bei
rahmfarbiger Grundfarbe und sg Tupfung. Bei einzelnen hätte die Tupfe
geschlossener und in der Verteilung gleichmäßiger sein sollen (hv LVPJ: L.
Krause).
Bei den 2,4 Zitron-porzellanfarbigen sollten die Hähne mehr Unterbrust
zeigen, auch waren sie lose im Kammansatz und die Übergänge sollten
abgedeckter sein. Die Hennen hatten bis auf eine guten Typ, aber ihre Grundfarbe
hätte leuchtender zitronfarbig sein können, sie waren zu satt in der
Grundfarbe.
Ein Paukenschlag waren die 5,20 Schwarzen von einem Aussteller! Bei den
Hähnen konnten 2 recht gut gefallen. Bemängelt werden mussten aber fleckige
Augenfarbe und teils faltige Kehllappen. Farblich waren die Tiere sg. Die Hennen
waren überwiegend sehr fein, hatten sg Farbe mit Grünlack und gute Köpfe.
Mängel oder Wünsche waren reichlich Vorkamm, mehr Gesichtsblüte, teils
verursacht durch befiederte Gesichter. Eine Hennen zeigte schiefe Zehen (v SVE,
2 x hv: M. Sauer).
Bei den 5,8 Gelb-schwarzcolumbia zeigten die Hähne sg Figur, Grund- und
Kragenfarbe. Auf glatte Ohrlappenansätze muss geachtet werden. Bis auf drei
konnten die Hennen farblich gefallen, sie hatten gleichmäßige, satt gelbe
Grundfarbe, sg Kragenfarbe und Kragenschluss sowie gut abgedeckte
Schwanzpartien, die auch farblich stimmten (sg 95 SE: R. Schreiter).
Bei den 2,4 Birkenfarbigen hätte ein Hahn in der Halspartie ausgereifte
sein sollen. Zwei Hennen war satteres Kragensilber und eine Idee mehr Grünlack
zu wünschen. Die herausgestellten Tiere zeigten sg Figuren (sg 95 E: C.
Lipschus).
Den Abschluss der Jugendgruppe bildeten 1,4 Gelb mit Bart, die sg Formen
und Köpfe besaßen. Die Tiere hatten durchweg feine, gleichmäßige
Körperfarbe. Dem 1,0 hätte aber eine sattere Farbe der Fußbefiederung gut
gestanden (hv KVPJ: V. Mißbach).
Den jugendlichen Zuchtfreunden sei an dieser Stelle ganz herzlich für ihre
züchterischen Aktivitäten gedankt, verbunden mit dem Wunsch, sie auch in
Zukunft mit ihren Tieren auf unseren Schauen begrüßen zu können.
Allen Zuchtfreunden wünsche ich für 2004 die erhofften Erfolge bei der Zucht
ihrer Federfüßigen Zwerghühner. Freuen wir uns schon heute auf die 37.
Hauptsonderschau, die vom 6. - 7.11.2004 in Greiz stattfindet.
Arno Löser (Zuchtwart)