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Die breite Farb- und Zeichnungspalette von nunmehr 23
anerkannten Farbenschlägen ermöglicht jeder Geschmacksrichtung, Gefallen
an dieser Zwerghuhnrasse zu finden. |
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gold-porzellanfarbig
Unter den 4 Farbenschlägen mit porzellanfarbiger Zeichnungsstruktur sind
die Gold-Porzellanfarbigen der Inbegriff der wohl ältesten Zwerghuhnrasse
der Welt. Sehr beliebt auch in Liebhaberkreisen, wurden sie dort auch
"Mille fleurs" (französisch "tausend Blüten") oder
"Gartenzwerghühner" genannt. Sie wirken von allen gezeichneten
Farbenschlägen mit ihrer exakten birnenförmigen schwarzen Tupfe und den
feinen, klaren weißen Perlen, die mit jeder Mauser größer werden,
vollendet wie ein Juwel in der Welt des Rassegeflügels. Sie sind mit
Abstand der am weitesten verbreitete Farbenschlag.
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isabell-porzellanfarbig
Dieser Farbenschlag (bis 2001 blau-porzellanfarbig genannt) ist als
Mutation aus den gold-porzellanfarbigen entstanden und somit der
zweitälteste Farbenschlag. Ihre zarte, rahmgelbe Grundfarbe mit den
zartblauen Tupfen begeistert besonders feinsinnige Züchter und Liebhaber.
Grundfarbe und Zeichnung müssen in der Breite der Zuchten noch näher ans
Ideal herangezüchtet werden.
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zitron-porzellanfarbig
Die zitron-porzellanfarbigen mit der aparten, zitronengelben Grundfarbe
und den gleichen Zeichnungsfarben wie die Gold-Porzellanfarbigen wurden in
Deutschland 1984 anerkannt. Sie bedürfen noch der Durchzüchtung
hinsichtlich des gedrungenen Typs und der gleichmäßigen Grundfarbe und
Zeichnung, besonders der korrekten birnenförmigen Tupfung.
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silber-porzellanfarbig
Mitte der 90er Jahre wurde dieser Farbenschlag, mit der silberweißen
Grundfarbe und ebenfalls dem Zeichnungsbild der Gold-Porzellanfarbigen
anerkannt. Sie sind in einigen Teilen zu verbessern. Der gelbe Anflug bei
den Hähnen wurde bereits weitgehend eliminiert; problematische ist noch
das Erreichen der reinen Grundfarbe, befreit von Ruß (Pfeffer) und einer
runden bis birnenförmigen Tupfung.
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Die gezeichneten Farbenschläge sind in der Verbreitung
selten oder sehr selten. |
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gestreift
Sie wurden in den letzten Jahrzehnten stark verbessert, insbesondere
hinsichtlich klarer Streifung ohne Anflug . Schöne Figuren und feine
Köpfe sind in etlichen Zuchten gut verankert. Nur zuweilen gibt es
Wünsche am Fußwerk und der Schwingenzeichnung.
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goldhalsig
Bei diesem Farbenschlag sind der Typ und der Farbton gut verankert, auch
die Kopfpunkte und das Fußwerk; zuweilen sind strohfarbene Halsbehänge
oder bei den Hennen mangelhafte Rieselung sowie lockeres Rückengefieder
zu beanstanden; ebenso manchmal Flitter im Rücken.
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blau-goldhalsig
Dieser im Jahr 2002 anerkannte 20. Farbenschlag ließ in den gezeigten
Exemplaren bisher eine gute Verankerung des Federfußambiente erkennen.
Ein beurteilungsfähiger Zuchtstand ist wegen des bisher geringen
Zuchtumfangs noch nicht erkennbar.
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silberhalsig
Sie sind als Pendant zu den Goldhalsigen durchweg in einem ordentlichen
Zuchtstand anzutreffen. Sie repräsentieren den Federfußtyp ebenfalls
überzeugend. Gelber Anflug bei den Hähnen ist selten. Bei den Hennen
gibt es ähnliche Schwächen wie bei den Goldhalsigen.
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orangehalsig
Der jüngste Farbenschlag wurde 2006 in Münster im Anerkennungsverfahren
gezeigt und anerkannt. Wegen der farblichen Nähe zu anderen Gezeichneten,
wird bestimmt schnell ein hoher Zuchtstand erreicht werden.
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birkenfarbig
Die schon einige Jahrzehnte existenten Birkenfarbigen zeigen oft ideale
Federfußtypen mit geschlossenem Fußwerk. Bei den Hähnen sollten die
Silberbehänge zuweilen klarer und bei den Hennen das Mantelgefieder
reiner lackschwarz sein. Die Oberbrust sollte in beiden Geschlechtern
nicht "klatschig" sein.
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rotgesattelt
Dieser Farbenschlag ist 2005 anerkannt worden. Ein bestechendes Farbspiel
zwischen der rahmweißen Grundfarbe und den gezeichneten Gefiederteilen.
Hier werden noch einige
Mitstreiter benötigen, um den Farbenschlag weiter im Zuchtstand zu bringen. |
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weiß-schwarzcolumbia (hell)
Sie weisen trotz beachtlicher Qualität im Typ und im Fußwerk eine
schwache Verbreitung auf. Die nur geringen Wünsche bei einem Teil der
Tiere hinsichtlich markanter Columbiazeichnung in Hals- und Schwanzpartie
sollten die Freude an diesem aparten Zeichnungsbild nicht mindern.
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gelb-schwarzcolumbia
Kein Jahrzehnt alt sind die mit großer Phantasie und Energie
herausgezüchteten Gelb-Schwarzcolumbia, die in Größe, Typ, Farbton und
Fußwerk noch eine gewisse Streubreite aufweisen, aber in den jährlich
gezeigten Spitzentieren andeuten, dass das Idealbild des
"Federfußes" erreichbar ist. Diese interessante
Columbia-Variante wird allmählich noch einen größeren Liebhaberkreis
finden.
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Kennfarbig
Diese Variante wurde 2009 erfolgreich vorgestellt und ist ab 2010
anerkannt. Es ist ein gänzlich neuer Farbenschlag, der auch in anderen
Ländern der EE noch nicht existierte. Entstanden sind die Kennfarbigen aus
gestreiften und goldhalsigen Federfüßigen Zwerghühnern, so dass von Anfang
an Figur und Rassetyp vorhanden waren.
Zuchtschwerpunkte für die nächsten Jahre sind eine gleichmäßige Sperberung
im Hennengefieder sowie ein satter Goldton im Halsbehang, reine
Brustfarbe und eine möglichst reine Hauptsichelfarbe beim Hahn. |
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Die vier getupften Farbenschläge sind
zweifarbig und haben also am Ende jeder Feder nur eine einfarbige Tupfe. |
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gelb mit weißen Tupfen
Bei diesem Farbenschlag handelt es sich um eine Mutation aus den
Gold-Porzellanfarbigen, die genetisch also eigentlich porzellanfarbig
sind. Die durch Farbverdünnung aufgehellte blaue Tupfung ist züchterisch
unerwünscht und daher allmählich in die gleiche weiße Farbe wie die
Perlung reduziert worden. Die satt gelbe Grundfarbe kombiniert mit der
weißen Tupfung ergibt besonders auf grünem Rasen einen reizvollen
Kontrast. Die in den 60ern anerkannten "Gelb-Weißen" haben
inzwischen einen hohen Qualitätsstand erreicht und sind nicht mehr als
selten einzustufen.
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schwarz mit weißen Tupfen
Sie bieten mit der lackreichen schwarzen Grundfarbe und der möglichst
weißen Tupfung einen reizvollen Kontrast. Die Breite der Übergänge und
die Gleichmäßigkeit der Tupfung müssen züchterisch noch angestrebt
werden.
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perlgrau mit weißen Tupfen
Eine Seltenheit stellen die Perlgrauen mit weißen Tupfen dar, die
hinsichtlich des gedrungenen Typs und einer deutlichen und gleichmäßigen
Tupfung noch einiges vom Idealtyp entfernt sind.
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rot mit weißen Tupfen
Die erst in den 90ern anerkannten "Rot-Weißen" sind sehr selten
und bedürfen sowohl im Typ wie auch der satten roten, reinen Grundfarbe
und korrekter, gleichmäßiger reiner Tupfung noch erheblicher
Verbesserung.
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schwarz
Unter den fünf einfarbigen Farbenschlägen sind die Schwarzen als einzige
nicht selten. Der gedrungene Federfußtyp, feine Kopfpunkte, schöne
geschlossene Fußbefiederung und eine lackreiche, breite Feder sind in
vielen Zuchten gut verankert. |
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weiß
Die Weißen stehen in der Qualität den Schwarzen in nichts nach und
zeigen teils vorbildliche Figuren und Fußwerk; gelber Anflug ist selten.
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perlgrau
Dieser seltene Farbenschlag hat sich in den letzten Jahrzehnten durch das
Wirken erfahrener Züchter festigen können; das beeindruckende, über den
ganzen Körper gleichmäßige Taubenblau ist bei manchen Hähnen leider
durch Messinganflug entwertet. Eine durch Farbverdünnung bedingte
schmalere Federstruktur muss in gewissen Grenzen akzeptiert werden, ebenso
leichter Ruß im Kragengefieder.
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gelb
Die ebenso seltenen Gelben haben das gleiche Problem in der Federstruktur,
sind aber in den letzten Jahrzehnten ebenfalls verbessert worden. Die
gleichmäßige, satt gelbe Farbe ist bei vielen Spitzentieren
beeindruckend. Etwas Schwarz im Schwanz ist zu tolerieren.
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rot
Die Roten sind äußerst selten und kaum auf Schauen zu sehen. Die
gezeigten Tiere weisen meist - bis auf eine Spitzenzucht - Defizite im
Typ, Fußbefiederung und gleichmäßiger Farbe auf.
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blau-gesäumt
Dieser in 2008 vom BZA anerkannte Farbenschlag wurde schon vorher in
einigen Ländern gezüchtet. Er zeichnet sich durch eine gleichmäßig blaue
Farbe aus, die etwas heller oder dunkler sein darf. Am Ende einer jeden Feder
befindet sich ein möglichst scharf abgegrenzter Saum. Hierbei besteht bei
den wenigen Zuchten noch intensive Züchterarbeit. |
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mit Bart
Eine interessante Variante stellt die bei allen Farbenschlägen anerkannte
Bärtigkeit dar, die in Form eines Backen- und eines Kinnbartes den
Federfüßigen Zwergen ein possierliches Ambiente verleiht. Allerdings
sollte man dieser Variante eine sorgfältige Haltung angedeihen lassen,
damit die Tiere nicht am gegenseitigen Picken an den Bartfedern Spaß
finden. Die Bärte sollen möglichst dicht geschlossen sein und die
Halsfedern sind zu einer Mähne gedreht. Bei allen Bärtigen sind die
Schwanzfedern in folge der Eigenart der Federstruktur etwas kürzer als
bei den Bartlosen. Es ist erstaunlich, das die Schwarzen, Weißen und
Perlgrauen mit Bart in einigen Zuchten eine großartige Bartfülle und
einen Typ aufweisen, der den Bartlosen nicht nachsteht.
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