Das Jahr 2011  -

ein Jubiläumsjahr für den SV

Die Rasse der Federfüßigen Zwerghühner gibt es schon über 2000 Jahre. Aber der Sonderverein, der sich um diese schöne Rasse kümmert, feierte im Jahr 2011 sein 100-jähriges Bestehen. In diesen 100 Jahren ist viel geschehen:
 
Die Federfüßigen Zwerge haben an Attraktivität zugenommen, da sie nun in 26 Farbenschlägen gezüchtet werden und sich ihre Form gefestigt hat.
 
Der Sonderverein hat nach einer Spaltung wieder einen Zusammenschluss erlebt und damit an Kraft gewonnen.
An diese wechselhaft Geschichte wollen wir im Jubiläumsjahr erinnern. Dazu benötigen wir Ihre Hilfe!
Wir wollen mit vielen Aktionen diese Rasse weiter ins Gesichtsfeld der Züchter und Freunde der Rassegeflügelzucht rücken.  Haben Sie Ideen und Zeit, wie man dies erreichen kann? Dann senden Sie uns Bilder oder Zeitungssauschnitte der letzten 100 Jahre zu! Wir werden hier Bilder und kleine Geschichten aus dieser Zeit veröffentlichen: Erfolge, Nachdenkliches, Erfreuliches, Kurioses, ........

Federfuß per Post: Die Porzellanfarbigen machten im Osten des Landes als Postkarte die Runde. Die Vorlage stammt von Kurt Zander aus den 20er Jahren. Er zählt zu den besten Geflügelmalern seiner Zeit. Von ihm stammt auch das bekannte Werk "Rassegeflügel". Im Buch "Unser Hausgeflügel" sind 100 farbige Bildtafeln von ihm zu finden.

Jeder macht mal Fehler: Der so penible Kurt Richter war bei der Bewertung des jungen Hahnes von dessen einmaliger Fußbefiederung so fasziniert, dass er dabei die Doppelzacke des Kammes übersah. Die Retusche des Fotografen schaffte den Makel aus der Welt.

Symbole dokumentieren: Seit nunmehr zwei Jahrzehnten sind die Züchter der Federfüße aus Ost und West, Nord und Süd wieder unter einem Dach. Auch Symbole sprechen da eine beredte Sprache.

     

Geflügel-Buch von Arthur Wulf: Auch unser Hühnchen hat im Laufe der Zeit eine Entwicklung mitgemacht. Eine Beschreibung der Rasse und einiger Farbenschläge aus dem Jahre  1926/27 findet man im Geflügelbuch von Arthur Wulf. Das Bild zeigt einen porzellanfarbigen Hahn und eine ebensolche bärtige Henne und Küken der Federfüße im Vordergrund.
>>hier zur Beschreibung

Gemeinsame Ahnen: Bei der Recherche für ein neues Bartzwergbuch kommt H. Schellschmidt bei der Suche nach historischen Belegen für die Antwerpener oder Ükkeler an den Federfüßen nicht vorbei. Die Wurzeln sind doch in vielen Fällen die selben. Auch die Namen für die Federfüßigen Zwerge waren in den Regionen verschieden. Im Hühner-Buch von 1861 hat Wilhelm Wegener einige Namen angegeben. 
>>hier zur Beschreibung

Verwandtschaft mit dem Birkhuhn? Eine kurze Passage, die doch mehr zum Schmunzeln anhält als ein ernsthafte Schilderung darstellt, finden wir in: „Die Zucht der ausländischen Hühner in Deutschland“ von Carl Löffler, S. 123 im Abschnitt „Das Bantamhuhn“ aus dem Jahr 1857. Das gesamte Werk liefert eher einen praktischen Erfahrungsbericht, denn eine unseren heutigen Maßstäben gerecht werdende Darstellung der Rassen.
>>hier zur Beschreibung

     

DIE SEIDENE TOUR: der Herbert Britting zählte mit seinen Federfüßen zu den Spitzenzüchtern im Osten des Landes. Kataloge geben darüber Auskunft: Lipsia, Erfurt usw. So schoss er mit sg1 Großer Ehrenpreis des Zentralverbandes für 1,0 jung blau auf der Jungeflügelschau in Erfurt 1968 den Vogel ab.
>>hier seine Geschichte

ABGEWATSCHT: 1966 - in Liebertwolkwitz bei Leipzig fand die erste (und leider einzige) DDR-Zwerghuhnschau statt. Einer der Preisrichter: Kurt Scheerbaum, selbst langjähriger Federfußzüchter. Aber der Kurt muss wohl einen schlechten Tag gehabt haben, denn es gab etliche Fehlurteile. Betroffen auch der Jungzüchter Arno Löser.
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Wilhelm Busch - der große deutsche Dichter, Zeichner und Maler hat in seinem Werk "Zu guter Letzt - Gut und Böse" sehr kluge Worte an uns gerichtet.  >>hier geht es weiter

 

     

Eine durchsichtige Variante: In manchen Geflügelzüchtern steckt auch ein großer Künstler. Zum 75. Geburtstag unseres unvergessenen SV-Mitgliedes Dr. Hülsbruch erschuf Robert Hechler 1985 dieses Glaskunstwerk. Der wunderschöne bärtige Federfuß-Hahn ist etwa 15 cm groß und ein einmaliges Einzelstück. Jede einzelne Feder wurde mundgeblasen und angeschmolzen. Neben seiner hervorragenden Zucht der Federfüße hat Robert Hechler über 42 Jahre lang dieses Kunsthandwerk ausgeübt. Heute ist auch jedes Tier aus seiner Zucht ein kleines Kunstwerk.

Unmögliches? Auf diesem Bild die "Großen" der Federfüße: Mensinger, Dr. Hülsbruch, Aselmann und Hechler. Die erste große Nationale Geflügelschau in Nürnberg stand ganz im Zeichen der Zuchtfreunde aus den neuen Bundesländern. Unser Altmeister der Federfüßigen Zwerghühner, E. Mensinger aus Geiselwind, hatte zu Werbezwecken allein 25 wunderschön dekorierte Volieren unserer Rasse aufgeboten. Die Zuchtfreunde aus den neuen Bundesländern konnten zwar noch nicht selbst ausstellen, kamen aber in großer Anzahl als Besucher. Für sie standen extra Parkplätze als VIPs zur Verfügung.

Federfüße auf der Zunge: In den 80er Jahren wurde von der Post der DDR ein ganzer Satz Briefmarken mit Motiven verschiedener Hühnerrassen herausgebracht. Dabei waren auch unsere Federfüße. Wer einen Brief frankieren wollte, der musste die Rückseite anfeuchten. Wie oft wurde dabei der schöne porzellanfarbige Hahn auf die Zunge genommen? Es war insgesamt eine schöne Werbung für unser Hobby; auch wenn unser Hahn dabei nicht ganz dem Standard entsprach.

 

     

          

Kennfarbig gegen Goldporzellan: So könnte der  Kampf überschrieben sein, den sich die beiden liefern. Ob sie dem deutschen Standard entsprechen, sei dabei dahingestellt. Aber den Federfüßen ähnelnde Hühner trifft man in den Dörfern Thailands immer wieder. Früher wurden die Kampfhähne ausschließlich am Königshof gezüchtet. Heute sind Hahnenkämpfe im fernen Thailand Volkssport - obwohl verboten. In ländlichen Gegenden des Landes wetteifert man schon seit Jahrhunderten um den besten Kampfhahn. Und dabei geht es sogar um viel Geld.
       Peter Horn (aus dem fernen Thailand)

Ein Gedicht zur Verbreitung: Bernhard Grzimek hat eine eigene Vorstellung von der Verbreitung der Federfüßigen Zwerghühner. Bekannt wurde er als Filmemacher (Serengeti darf nicht sterben) und als Zoodirektor von Frankfurt, der im Fernsehen mit seinen Tiere auftrat (Ein Platz für Tiere). In seiner Jugend war er als Zwerghuhnzüchter sehr bekannt (Antwerpener Bartzwerge).
>>hier geht es zu der Geschichte

Die "Geflügel-Welt" war eine illustrierte Zeitschrift, die 2 mal wöchentlich erschien. Der Herausgeber Dr. Paul Trübenbach hat dort über viele Rassen und Erfahrungen rund um die Geflügelzucht berichtet.  Im Gründungsjahr unseres SV 1911 hat der damals gewählte erst Vorsitzende des SV Paul Hahn über die Zeichnung der Porzellanfarbe berichtet. Nachzulesen in 3 Seiten: 
        >>Seite 1        >>Seite 2       >>Seite 3

     

     

Treue Züchter: Es gibt einige Züchter, die den Federfüßigen Zwerghühnern seit Jahrzehnten treu geblieben sind. Über viele Jahrzehnte haben sich Resi und Karl-Heinz Vierling um diese schöne Rasse gekümmert und erfolgreich ausgestellt. Auch wenn die Orte der Zuchtanlagen in den vielen Jahren gewechselt wurden, sind sie den Federfüßen immer treu geblieben. Die Erfolge bei den Ausstellungen haben sich aber immer eingestellt. Dies zeigen die vielen Ehrengaben bei den Ausstellungen, die wir im Bericht sehen können. Über handbemalte Teller und schön gestickte Bänder bis zu wertvollen Glaspokalen gilt die abwechslungsreiche Sammlung.    
                    >>zum weiteren Bericht

Schnitzerei: Überrascht hat der bekannte Kurt Lorenz den Federfuß-Züchter Gerhard Horn 1969 mit dieser erzgebirgischen Schnitzerei als Würdigung dessen erfolgreicher Zucht der Federfüßigen Zwerghühner des Farbenschlages Blau mit weißen Tupfen. 46 Jahre hatte diese kunstvolle Arbeit einen Ehrenplatz in Horns Wohnzimmer. Nun gab sie Gerhard Horn weiter an Rudi Ehrhardt als Anerkennung dessen herausragender züchterischen Erfolge, seiner klugen Ausstellungsideen sowie der guten, wenn auch kurzen Zusammenarbeit im Internetportal des Sondervereins Federfüßige Zwerghühner.

Stolz entgegennehmen konnte Gerhard Horn - viele Jahre Schriftführer der SZG - 1967 anlässlich der Rassegeflügelschau Lipsia die Urkunde als Sieger auf 1,0 jung Federfüßige Zwerge blauweiß  ohne Bart. Ihm war es nach wenigen Jahren des "Mendelns"  durch strenge Auslese der Zuchttiere sowie konsequente Auswahl der Bruteier durch Fallnestkontrolle gelungen,  die "Blauweißen" als Reinzucht zu präsentieren.

>>zum weiteren Bericht

     
 

Hier ist Platz für Ihr Bild mit einem kurzen Bericht aus der
guten alten Zeit!

 

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