Maximilian Oßmann züchtet schwarze Federfüßige Zwerge
Ich bin fast sieben Jahre alt und wohne in
Weißenbrunn-Neuenreuth in Oberfranken. Neben unseren Schäferhunden leben auf
unserem Hof noch Kaninchen, Meerschweinchen, blaugescheckte Warzenenten (damit
wurde mein Opa 2008 und 2011 Bundessieger), Tauben und natürlich Federfüßige
Zwerghühner. Die Tiere gehören bei uns schon immer zur Familie, so dass ich und
mein Bruder Benedikt mit ganz vielen Tieren aufwachse. Unser Papa war früher ein
sehr erfolgreicher Züchter von Fränkischen Trommeltauben. Ich bin mit Papa und
Opa immer viel bei den Tieren und helfe beim Füttern und Saubermachen; deshalb
stand für mich 2009 fest, dass ich einen eigenen Farbenschlag züchten möchte.
Ich entschied mich für die schwarzen Federfüße. Der grüne Lack, der in der Sonne
so schön glänzt, ist einfach super! Außerdem sind die Tiere total zutraulich und
zahm.
Damals bekamen wir vom Freund meines Papas, Marco Talke, die ersten Bruteier.
Meine Zucht besteht fast ausschließlich von Marcos Linie. Mir macht es sehr viel
Spaß die kleinen Tierchen zu beobachten und heranwachsen zu sehen.
Ich wurde 2009 Mitglied im Kleintierzucht5verein Weißenbrunn. Seit 2009 stelle ich
auf der Bayerischen Landesjugendschau aus. Ich konnte dort schon fünfmal die
Note Vorzüglich erreichen. Dafür erhielt ich bereits drei Jugend-Bayern-Bänder
und wurde mit meinen schwarzen Federfüßen dreimal hintereinander Bayerischer
Jugendmeister. Der Höhepunkt in meiner noch jungen Zucht war die
Bundesjugendschau 2011 in Dortmund. Ich stellte zum ersten mal auf einer
Bundesjugendschau aus. Ein Hahn erhielt die Bewertung Hervorragend und zwei
Hennen wurden sogar mit Vorzüglich bewertet. Mit diesem Ergebnis wurde ich
Deutscher Jugendmeister und bekomme die Bronzene Staatsmedaille vom
Bundesministerium.
Um meine Federfüßigen Zwerghühnern auch meinen früheren Kindergartenfreunden zu
zeigen, durften wir 2010 zwölf Zwerghuhneier in meinem Kindergarten „Fridolin“
in Hummendorf ausbrüten. Mein Opa brütete die Eier zuhause im Brutapparat vor
und die letzten Tage wurden sie dann im Kindergarten fertig ausgebrütet. Meine
Freunde konnten den Schlupf gut beobachten und waren von den Kleinen ganz
begeistert. Sie durften dann noch 10 Tage im Kindergarten bleiben. Die Küken
wurden danach aber zu groß und durften wieder zurück zu ihren Geschwistern in
den Kükenstall. Ich habe den Kleinen immer Brenneseln gesucht und zusammen mit
klein geschnittenen, hart gekochten Eiern gefüttert. Kurz vor der Einlieferung
zur Ausstellung werden alle Hühner gebadet. Unsere Federfüße haben sehr viel
Freilauf und deshalb sind die Füße und die Federn recht schmutzig. Das Waschen
wird bei uns im Keller gemacht und ist immer sehr lustig.
Seit Januar 2012 habe ich mit meinem Bruder Benedikt, der fast vier Jahre alt
ist, eine Zuchtgemeinschaft. Er ist ebenfalls ein totaler Fan von den
Federfüßen, weil sie sehr zahm sind und sich leicht fangen lassen. Wenn wir in
den Stall gehen, kommen sie gleich angestürmt, um zu schauen, ob wir wieder
etwas Leckeres für sie dabei haben. Jetzt im Winter gibt es täglich Salat. Wir
haben uns für eine Zuchtgemeinschaft entschieden, weil wir bei einem
Farbenschlag bleiben möchten, damit es nicht zu viele Federfüße werden.
Wir besuchen auch ab und zu unseren Freund Marco Talke. Er gibt uns immer
wertvolle Tipps, wie wir unsere Zucht weiterhin erfolgreich gestalten können.
Dafür sagen wir „Vielen Dank“! Außerdem möchten wir uns bei unserem Opa Bernd
und unserem Papa bedanken, die uns immer super unterstützen! Viele Grüße
Eure Jungzüchter Maximilian und Benedikt