Vorbereitungen auf die Zucht bei Zwerghühnern
Es gibt viele Sachen, durch die sich der Erfolg in der
Zwerghuhnzucht einstellt. Neben den richtigen Zuchtpraxen,
Ausstellungsvorbereitungen, der richtigen Aufzucht, guten Stallungen usw. haben
die Zuchtvorbereitungen eine dominierende Rolle. Man kann nicht sagen, dass nur
Experten (oder die sich dafür halten) die Zuchtvorbereitungen unserer Zwerghühner
richtig durchführen.
Da sich aber bei vielen ,,Neueinsteigern’' der Erfolg in
Sachen Legeleistung, Befruchtung und Schlupf nicht gleich einstellt, wird man häufig
gefragt, wie man es in seiner Zucht handhabe mit den Vorbereitungen und so.
Hierzu möchte ich Erfahrungen und Gehörtes weitergeben.
Die Vorbereitungen für die Zucht beginnen schon in der Ausstellungssaison. Die
besten Hähne und Hennen werden während der Ausstellungssaison mit dem besten
Futter, viel zu reichhaltig gefüttert. Die Folge: Verfettung. Dazu werden sie
noch in den zu kleinen Stallungen oder sogar in Dressurkäfigen gehalten.
Hierdurch leiden sie an Bewegungsmangel und Mangel an frischer Luft.
Diese „Vorbereitung’’, wenn man diese Quälerei überhaupt so nennen kann,
ist total falsch. Grundsätzlich werden die Zuchthennen nicht ausgestellt. Da
das aber häufig nicht möglich ist, so sorge man dafür, dass sie sofort nach
der letzten Schau eiweißarmes Futter und viel Äpfel, geriebene Möhren, Kohl,
Rote Beete, Rüben und Salat bekommen. Im Dezember kommen die Zuchthähne zu den
Zuchthennen. Dieser von vielen Züchtern unnötig zeitige
Zuchtstamm-Zusammenstellungstermin ist aber zwecks Gewöhnung sehr sinnvoll. Außerdem
werden die Tiere überwiegend mit Hafer gefüttert. Die Zuchtstammgröße liegt
bei 1,1 – 1,5. Im Zeitraum von Dezember bis Ende Januar herrscht Ruhe in den
Stallungen. Erst ab Ende Januar wird der Tag von 5 – 8 Uhr durch eine künstliche
Lichtquelle verlängert. Außerdem wird die Fütterung auf Legemehl umgestellt,
welches innerhalb von 1–2 Stunden aufgefressen wird. Als Ergänzungen
gibt es Körner und geriebene Möhren, Kohl, Äpfel, getrocknete Nesseln, Rüben
und zusätzliche Vitamingaben. Nach ca. 3 Wochen nach Praktizieren dieser Maßnahmen
setzt das Legen der Hennen ein. Am Anfang lässt zwar die Befruchtung noch zu wünschen
übrig, aber im fortgeschrittenen Frühjahr sind durchschnittliche
Befruchtungsraten von über 70 % keine Seltenheit (Befruchtungsrate
rassebedingt). Durch das Praktizieren dieser Maßnahmen hat man fast keine Ausfälle
in Sachen Verfettung, Befruchtung und Schlupf.
Ruben
Schreiter