Brief von Caroline
Viele Jugendliche haben eine ganz besonders innige Beziehung zu ihren Lieblingen. Sie kennen alle Tiere ganz genau - sogar beim Namen. Anhand eines Briefes möchte ich diese Beziehung und den Glauben an die eigenen Tiere verdeutlichen. Auszüge aus diesem Brief, den Caroline an mich im Herbst 2002 schrieb:
Hallo Herr E. (der Name ist bekannt),
am Tag nach Ostern 2002 habe ich 12 Küken silber-porzellanfarbiger Federfüßige Zwerge von Ihnen bekommen. Ich möchte Ihnen erzählen, was daraus geworden ist. Von den 12 Küken waren 5 Hähne und
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Hennen. Ein Hahn ist im Sommer plötzlich eingegangen, ohne vorher krank zu
sein.
Zur Junggeflügelschau des Kreisverbandes am 19. und 20.10.02 hatte ich 2 Hähne
und 5 Hennen gemeldet. Ein Hahn (Flo) wurde mit sgZ bewertet und der andere
(Oskar) mit g. Bei den Hennen erhielt eine Henne (Mimmi) sg JLVE, eine Henne
(Lea) sgZ und 3 Hennen (Cleopatra, Pünktchen und Mona) wurden mit g bewertet.
Ich hatte mehr erwartet. Die Kritiken auf den Bewertungskarten waren gar nicht
so schlecht. Der Preisrichter war wohl kein Freund der Federfüßigen Zwerge.
Zur Kreisverbandsschau am 9. und 10.11.02 hatte ich wieder die gleichen Hähne (Flo
und Oskar) und 6 Hennen (Mimmi, Lea, Cleopatra, Pünktchen, Mona und Scarlett)
gemeldet. Hier erhielt ein Hahn (Flo) hv JLVE, der andere (Oskar) sgZ. Die
Hennen (Scarlett und Cleopatra) erhielten je sgE, (Mona und Mimmi) je sgZ und
(Pünktchen und Lea) je sg. Dieser Preisrichter hatte wohl mehr Ahnung;
außerdem erhielt ich noch für die beste Gesamtleistung bei den Jugendlichen
die Medaille der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe. Trotz des Erfolges war
ich sehr traurig, weil eine Henne (Mona) auf der Ausstellung plötzlich
eingegangen war. Vielleicht hatte sie Hobelspäne gefressen und war erstickt,
oder es war Herzversagen.
Ich hoffe, dass ich im kommenden Jahr gute Zuchterfolge habe.
Mit freundlichen Grüßen
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