Fragen an den neuen Zuchtwart:
Lieber Holger Schwalm, zunächst einmal möchten
dir alle Vereinsmitglieder zur Wahl als neuer Zuchtwart des Sondervereins der Züchter
Federfüßiger Zwerghühner recht herzlich gratulieren. Die Besucher der
Internetseite möchten den Zuchtwart näher kennen lernen und seine Ideen für
die Zukunft erfahren.
Holger Schwalm: Ich bedanke mich und möchte mich
als neuer Zuchtwart gern vorstellen. Ich bin 40 Jahre jung, lebe im schönen
Hessenland und arbeite als Bauleiter in einem mittelständigen Unternehmen mit
120 Beschäftigten.
Wie bist du zu dem
schönen Hobby der Geflügelzucht gekommen und insbesondere zur Zucht der Federfüße?
Holger Schwalm: Zur Geflügelzucht kam ich durch
Federfüßige Zwerghühner der heimischen Ottermühle, die ich seit 1974 züchte.
Später in 1978 konnte ich von unserem damaligen SV-Vorsitzenden Otto Södler
Federfüßige Zwerghühner in den Farben gelb mit weißen Tupfen und
gold-porzellanfarbig bekommen. Über Otto Södler lernte ich 1981 auch Kurt
Richter, den Vorsitzenden des SV im Osten, kennen. Da meine Mutter aus der Nähe
von Leipzig kommt, konnte ich bei den damals schwierigen Verhältnissen, vor der
Wiedervereinigung, bei den Besuchen bei meiner großen Verwandtschaft, doch
immer wieder Kurt Richter in Leipzig besuchen. Hier entwickelte sich eine feste
Brieffreundschaft, die durch Besuche bei Ihm in seiner Zuchtanlage zu einer
Freundschaft wurde. Noch heute habe ich Geschenke von Ihm, die in der damaligen
Zeit sicherlich schwer zu beschaffen waren. Zu dieser Zeit züchtete er
Gold-Porzellanfarbige mit Bart, in einer Qualität von der ich heute noch träume.
Seine Gelb mit weißen Tupfen zeigten die Verwandtschaft mit den
Gold-Porzellanfarbigen, aber in der damaligen Zeit konnten aufgrund von
Schwierigkeiten bei der Futterbeschaffung, keine großen Mengen an Jungtieren
gezüchtet werden.
Der Sonderverein ist ja
einer der größten im VZV. Wie lange bist du schon Mitglied im SV und findest
du es für einen Züchter von Federfüßen wichtig dabei zu sein?
Holger Schwalm: Seit 1981 bin ich Mitglied im
Sonderverein der Federfüßigen Zwerghühner. Auch heute noch sehr angenehm
empfinde ich den Zusammenschluss von Ost und West SV. Hier haben sich viele
Freundschaften entwickelt, ein Ost und West gibt es nicht mehr. Auch unsere
Zuchten haben sich so sehr vermischt, dass es keine Unterschiede mehr gibt. Im
SV Mitglied zu sein, halte ich für sehr wichtig, denn interessierte Züchter
werden hier durch die Rundschreiben gut informiert, Tierbesprechungen in
freundschaftlicher Stimmung an vier Orten, für jeden erreichbar, durchgeführt,
wo die eigenen Tiere besprochen werden, und der Züchter den Preisrichter, in
sachlicher Weise alle möglichen Fragen stellen kann. Nicht zu vergessen, unsere
schönen Sommertagungen mit der Jahreshauptversammlung, einem schönen
Rahmenprogramm zur Erkundung der immer wechselnden Orte und Landschaften. Dieses
Jahr waren wir an der schönen Ostsee. Viele nutzen diese drei Tage, so auch
ich, als Kurzurlaub, um die große Familie der Züchter der Federfüßigen
Zwerghühner aus ganz Deutschland wieder zu sehen. Ein wunderbares Erlebnis
dieses Fachsimpeln unter Freunden. Auch neue Mitglieder werden in der Regel ohne
Probleme in diese Gemeinschaft aufgenommen. Also traut euch, vielleicht sogar
mit bärtigen Tieren! Hier ist der SV sicherlich behilflich. Höhepunkte eines
jeden Jahres ist sicherlich die Hauptsonderschau, bei der ich mir dieses Jahr
1000 Federfüße wünsche. Unsere Freunde um unsere Michaela Pleyer, die dieses
Jahr die Federfüße nach Greiz holt, sind sicherlich mit vielen Tieren vor Ort.
Die Federfüße werden in
20 schönen Farbenschlägen jeweils mit und ohne Bart gezüchtet. Welche
Farbenschläge züchtest du und welche Erfolge hast du in letzter Zeit erreicht?
Holger Schwalm: Im wesentlichen züchte ich Federfüßige
Zwerghühner in der Farbe gelb mit weißen Tupfen. Aber auch andere Farben, wie
Gold- und Silber-Porzellanfarbige sowie Schwarze bevölkerten schon meine Ställe.
Auch finde ich die bärtigen Tiere sehr schön. Der SV hat eine Offensive
gestartet diese zu fördern. Hier bleibt zu hoffen, dass weitere Züchter sich
den Bärtigen mit viel Idealismus annehmen. Wichtig wird es sein, Tiere an
ernsthafte Züchter abzugeben. Aber die Züchter des Sondervereins der Federfüßigen
Zwerghühner geben an sich gerne Tiere ab, um dann bei den Ausstellungen nicht
alleine dazustehen. Hier belebt der Mitbewerber um die Preise das Geschäft. Ein
Austausch von Zuchttieren bringt eine Farbe nach vorne.
Die Öffentlichkeitsarbeit
ist für jeden Verein überlebenswichtig geworden. Wie stehst du dazu und
insbesondere zur Internetpräsentation des Sondervereins?
Holger Schwalm: Die Öffentlichkeitsarbeit ist
heute sehr wichtig. So kennen uns viele auf Grund des wunderbaren
Internetauftritts. Hier muss unseren Rudi ein besonderer Dank ausgesprochen
werden: „Danke, lieber Rudi. Weiter so!“ Können wir hier aktuell Höhepunkte
des SV noch vor dem Erscheinen des Rundschreibens veröffentlichen, so etwa
Wichtiges des Jahreshauptversammlung? Wäre schön! Da das Zusammenstellen des
Rundschreibens doch in der Regel einige Zeit dauert.
Bald steht das 100jährige
Jubiläum des Sondervereins vor der Tür. Mit welchen Aktionen ist zu rechnen?
Holger Schwalm: Hier möchte ich dem Vorstand des
SV nicht vorgreifen, aber so viel kann ich verraten, es ist ein Buch zum 100-jährigen
Geburtstag des Sondervereins, mit Chronik und viel Fachbeiträgen geplant. Ein
Aufkleber des SV wäre auch schön - mal sehen.
Als Zuchtwart werde ich mich bemühen
wie in jedem Jahr alle vier Tierbesprechungen zu besuchen, im Osten bei meinem
Freund Arno Löser in Greußen, im Süden beim Urgestein der Federfüße
Karl-Heinz Vierling in Heddesheim, im Westen beim Züchter der bärtigen Federfüße
Johannes Gahlen im Bottrop, (hier würde ich mir eine Wegbeschreibung für die
interessierten Züchter in den Ruhrpott, wo Stadt an Stadt ist wünschen, lieber
Rudi über unsere Internetseite?) und wie seit vielen Jahren auch in den Norden
zum Macher der Federfüße und der schönen Hannoverausstellung, dem
Schaufenster aus dem In- und Ausland, Jürgen Brunngräber in Wiechendorf. Nachdem ich
als Preisrichter einige Male auf Hauptsonderschauen,
Sonderschauen, sowie Großschauen tätig war, wurde ich nun auch Sonderrichter
im SV. Ebenso freue ich mich sehr über meine neue Aufgabe als Zuchtwart im
Sonderverein der Züchter Federfüßiger Zwerghühner.
Wir danken dir recht herzlich für deine Ausführungen und
wünschen dir eine erfolgreiche Arbeit im SV zum Wohle der Federfüßigen
Zwerge.
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Rudi Ehrhardt
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(Internetbeauftragter)