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Sonderverein der Züchter Federfüßiger Zwerghühner

Für den Züchter und Hobbyhalter

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EE-Schau 2025 Nitra

Nitra 2025_allg2

 

Federfüßige Zwerghühner auf der Europaschau 2025 in Nitra

 

Die 30. Europaschau des Europaverbandes für Kleintiere, ausgerichtet am zweiten Novemberwochenende 2025, darf als eindrucksvoller Erfolg der europäischen Kleintierzucht gewertet werden. Es war die erste Europaschau seit 2018 in Herning (Dänemark) – eine lange Phase des Wartens, geprägt von tiefgreifenden Veränderungen. Einerseits brachte die Covid-19-Pandemie weitreichende Einschränkungen im Ausstellungsgeschehen mit sich. Andererseits ist seither europaweit die Geflügelpest deutlich präsenter und es hat sich das rechtliche Umfeld grundlegend gewandelt. Mit der Einführung des europäischen Animal Health Law (AHL) wurde ein neues Regelwerk etabliert, das neue konkrete Vorgaben für das grenzüberschreitende Ausstellen von Tieren macht. So bedarf es für die Teilnahme an internationalen Schauen einer TRACES-Bescheinigung, die von der zuständigen Veterinärbehörde auszustellen ist und nicht nur vom Bestandstierarzt. 

 

 

Die Schau im Überblick:

Mit insgesamt 23.500 gemeldeten Tieren von mehr als 2.500 Züchterinnen und Züchtern aus 23 Nationen erreichte die Europaschau eine – unter Beachtung der aktuellen Rahmenbedingungen – beeindruckende Dimension, die die Präsenz der Kleintierzucht auf internationaler Ebene unterstreicht. Die Meldungen verteilten sich wie folgt auf die einzelnen Sparten: 6.200 Geflügeltiere, 5.600 Tauben, 10.000 Kaninchen, 630 Vögel sowie 120 Cavias.


Vor dem Hintergrund der in mehreren Herkunftsländern angespannten Seuchensituation im Zusammenhang mit der Geflügelpest stellte die Durchführung der Schau eine besondere Herausforderung dar. Letztlich entschied die zuständige Veterinärbehörde vor Ort aber, dass nach ihrer fachlichen Einschätzung die Durchführung der Schau verantwortbar ist. Dennoch blieben Einschränkungen nicht aus: Einige Züchter aus verschiedenen Ländern konnten ihre Tiere nicht ausstellen, weil sie aus Restriktionsgebieten stammten oder weil ihre Veterinärbehörden aufgrund der Seuchenlage die Ausstellung der benötigten TRACES-Bescheinigung verweigerten.


Den Ablauf der Schau gilt es insgesamt als sehr gelungen zu bezeichnen – ein Ergebnis, das vor allem den überragenden Bemühungen des Teams um den Ausstellungsleiter Stefan Henzel zu verdanken ist. Ebenso hervorzuheben sind die großen organisatorischen Leistungen von Peter Zuffa, der maßgeblich zum Gelingen beitrug. Zwar konnte man nicht in allen Punkten die aus Deutschland gewohnte, nahezu penible Genauigkeit und Präzision in Organisation und Tierpräsentation erwarten – doch das wäre auch nicht der richtige Maßstab. Vielmehr gilt es hier, den europäischen Gedanken hervorzuheben: die Zusammenführung von Zuchtfreundinnen und Zuchtfreunden aus vielen Nationen unter fairen und fachlichen Bedingungen.

 

Der Agrokomplex in Nitra erwies sich dabei als hervorragend geeigneter Veranstaltungsort. Mehrere mittelgroße Messehallen boten ausreichend Raum, um die verschiedenen Tiergruppen, darunter mehrere tausend Geflügel, angemessen unterzubringen. Die Geflügelabteilung verteilte sich dementsprechend auf mehrere Hallen, was eine übersichtliche Struktur und gute Tierpräsentation in den mit Laub eingestreuten Schauboxen ermöglichte.


Die Bewertung der Tiere erfolgte – wie bei Europaschauen üblich – an zwei Bewertungstagen. Jeder Preisrichter hatte dabei rund 140 bis 170 Tiere zu beurteilen. Aus Deutschland waren insgesamt sieben Preisrichter für Geflügel im Einsatz. Die Anzahl der eingesetzten Preisrichter pro Land richtet sich dabei nach der Zahl der gemeldeten Tiere, die das jeweilige Land zur Schau stellt. Jedem Tier wurden Punkte, jedoch keine Qualitätsnoten (wie g, sg etc.) vergeben. Europachampions wurden durch den Obmann auf Einzeltiere vergeben. Diese Auszeichnung konnte ein Farbenschlag oder eine Rasse erhalten, wenn mindestens 20 Tiere gemeldet waren. In Fällen, in denen einzelne Farbenschläge diese Mindestzahl nicht erreichten, wurden diese gezielt zusammengefasst, um den Tieren dennoch die Möglichkeit einer entsprechenden Auszeichnung zu bieten. Die Vergabe der Titel Europameister erfolgte – wie bei Europaschauen üblich – über die Wertung von Kollektionen, bestehend aus vier Tieren eines Züchters. Diese vier Tiere müssen vorab vom Aussteller als Kollektion benannt sein.
 

Internationale Gruppe an Preisrichtern in Diskussion (v.l.: Ulrich Freiberger, Johann Trinkl, Dr. Andy Verelst)

Ein besonderes Erlebnis auf einer Europaschau besteht stets darin, die Rassevielfalt und das züchterische Niveau anderer Länder unmittelbar begutachten zu können. Hervorzuheben sind so z.B. als international stark vertretene Rasse die Brahma mit etwa 400 ausgestellten Tieren, die wiederholt in überragender Qualität zu überzeugen wussten. Ebenso beeindruckend waren zahlreiche regionale und nationale Rassebesonderheiten, die das züchterische Spektrum bereicherten. Aus Sicht eines Federfußzüchters verdient eine schwarz-weißgescheckte Ancona-Henne besondere Erwähnung. Ihre Zeichnung besaß eine bestechende Gleichmäßigkeit und Reinheit der Tupfen. Dieses Tier war zweifellos ein Musterbild für Zeichnungsschärfe und -gleichmäßigkeit, das auch für unsere Federfüßigen Zwerghühner als Vorbild dienen kann. Ein Foto dieses Tieres ist deshalb im Beitrag abgebildet.

Ancona-Henne mit absolut bestechender Zeichnungsschärfe und -gleichmäßigkeit

Federfüßige Zwerghühner

 
Unsere Federfüßigen Zwerghühner waren mit insgesamt 177 gemeldeten Tieren in der Seniorenklasse sowie weiteren 24 Tieren in der Jugend-Europaschau aus acht Nationen vertreten: Deutschland, Österreich, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Frankreich, Italien und Spanien. Besonders erfreulich war dabei, dass die Spitzentiere aus verschiedenen Ländern Europas stammten. Mit dem genannten Meldeergebnis waren unsere Federfüße eine der meist vertretenen Zwerghuhnrassen der Schau.


Alle Tiere der Seniorenklasse wurden von Dr. Ruben Schreiter bewertet, die der Jugendklasse von Iveta Prombergerova. Das Qualitätsniveau darf für eine Europaschau insgesamt als sehr gut bezeichnet werden. Dennoch zeigten sich deutliche Unterschiede in der Rassequalität zwischen den einzelnen Farbenschlägen. Zudem war nicht durchgängig die übliche, erwartete Schaukondition und Gefiedervollständigkeit gegeben. Diese Punkte schmälern jedoch nicht den insgesamt wohltuenden Gesamteindruck der Präsentation.


Der Hauptfarbenschlag Gold-porzellanfarbig zeigte sich in der Qualität insgesamt doch recht enttäuschend. Von den 22 präsentierten Tieren konnten lediglich acht die Schwelle von 93 Punkten erreichen. Eine Vielzahl wies schwerwiegende Fehler auf, darunter rußige oder insgesamt unsaubere, teils auch lederbraune Grundfarbe, stark ungleichmäßige Tupfenverteilung, zu lange Rückenpartien sowie ausgeprägte Kamm- und Krallenfehler. Vereinzelt traten zudem deutlich verwaschene Perlungen auf, die das Gesamtbild weiter beeinträchtigten. Die besseren Tiere überzeugten durch eine passable Federfußform, ordentliche Grundfarbe und weitestgehend gleichmäßiger Zeichnungsverteilung, wenngleich auch hier noch züchterische Feinarbeit notwendig bleibt (95 Punkte an Roman Kovac/Slowakei). Qualitativ gehobener die Gold-porzellanfarbigen in der Jugendklasse (5 Tiere, 96 Punkte und Europachampion an Levi Feuerriegel/Deutschland), wo die wesentlichen Hauptrassemerkmale deutlich typischer und einheitlicher ausgeprägt waren als bei den Senioren.
 

Federfüßiges Zwerghuhn mit Bart, gold-porzellanfarbig, 97 Punkte Europachampion, Jens Eipper/Österreich

Ganz anders stellte sich die Qualität der bärtigen Variante der Gold-porzellanfarbigen dar. Ein Züchter aus Österreich präsentierte hier drei Kollektionen mit insgesamt zwölf Tieren, die – gemessen am Zuchtstand dieser seltenen Variante – als herausragende Präsentation gewürdigt werden müssen (97 Punkte + Europachampion, 96 Punkte an Jens Eipper/Österreich). Unter den Hennen befanden sich mehrere Tiere mit hervorragenden Typmerkmalen, rein goldgelber Grundfarbe sowie einer durchgehend gleichmäßigen Zeichnungsverteilung und korrekter Bindenführung. Auch die Hähne zeigten sich teils stimmig in Form, Grundfarbe, Brustzeichnung und Binden. Wiederholt durfte der Schwanzübergang besser abgedeckt und die Steuerfedern breiter erscheinen. Ein besonderer Pluspunkt dieser Klasse waren zudem überwiegend füllige Hennenbärte, die den rassetypischen Ausdruck der Tiere weiter unterstreichen.


Unter den 15 gemeldeten Gold-blauporzellanfarbigen befanden sich mehrere Tiere, die sowohl in ihrer Federfußform mit hohlrunder Oberlinie, breitem Schwanzansatz und gut abgedecktem Übergang als auch in den Farb- und Zeichnungsmerkmalen zu überzeugen wussten. Die goldgelbe Grundfarbe war bei den besseren Tieren passend gegeben, die Tupfenzeichnung gleichmäßig und korrekt verteilt. Eine vorzügliche Henne aus der slowakischen Zucht von Jan Luptak erhielt 97 Punkte und den Titel des Europachampions. 
 

Federfüßiges Zwerghuhn, gold-blauporzellanfarbig, 97 Punkte Europachampion, Jan Luptak/Slowakei

Die Präsentation der Isabell-porzellanfarbigen (26, zudem 4 Tiere bei Junioren) galt insgesamt als gelungen, wenngleich sich vereinzelt grobe Fehlertiere – etwa mit deutlichen Krallenfehlern – in der Klasse befanden. Unter den Hennen zeigte sich die Mehrheit mit rassetypischen Formmerkmalen, einer Grundfarbe im Spektrum des erwarteten Rahmgelbs sowie einer weitestgehend gleichmäßigen Tupfung. Diese durfte jedoch vielfach noch birnenförmiger ausfallen, und auch die Oberlinien hätten teils etwas kürzer und runder erscheinen sollen. Auffällig war bei den Hähnen, dass viele in der Schwanzhaltung mehr oder weniger steil erschienen; zudem wurden die Steuerfedern kürzer und weniger gefächert gewünscht. Ebenso bestand mehrfach der Wunsch nach geschlosseneren Kehllappen. Im gehobener Qualitätssegment eine Reihe würdiger Federfüße in Form, Grundfarbe und Tupfung (97 Punkte + Europachampion, 96 Punkte an Markus Schausberger/Österreich). 


Quantitativ wie qualitativ war der Auftritt der Zitron-porzellanfarbigen (21) von Züchtern aus fünf Nationen überzeugender als jener auf der diesjährigen Hauptsonderschau (95 Punkte + Europachampion an Markus Schausberger/Österreich). Abgesehen von drei Tieren mit Ausschlussfehlern aufgrund deutlicher Feder- und Kammanomalien befanden sich zahlreiche Tiere mit rassiger Federfußform, hohlrunder Oberlinie, korrekter Grundfarbe und einer annähernd gleichmäßigen Zeichnungsverteilung wieder. Letztlich zeigte jedoch jedes Einzeltier für sich betrachtet noch deutliche Wünsche. Gezielt zu selektieren ist insbesondere auf eine korrektere Tupfenform, eine schärfere Abgrenzung der Perlung, eine deutlichere Bindenzeichnung sowie eine korrekte Kammzackung und unbedingt reiner roter Ohrlappenfarbe.


Mehrheitlich rassig präsentierten sich die zehn Silber-porzellanfarbigen, unter denen drei herausragende Typhähne mit reinem Silber, feiner Zeichnung und beeindruckender Körperbreite besonders hervorstachen. Zwei dieser Hähne waren jedoch aufgrund Emaille in den Ohrlappen als fehlerhaft einzustufen. Unter den Hennen befanden sich mehrere vorbildliche Formtiere, die sowohl in der Schaukondition als auch in der gleichmäßigen und kontrastreichen Zeichnung zu begeistern wussten. Eine bestechende Henne erreichte 97 Punkte und wurde vom Obmann mit der Europamedaille, der höchsten Auszeichnung der Schau, geehrt (Alexander Schwager/Deutschland – dieser zudem auf Hahn 95 Punkte + Europachampion). Auch in der Jugend-Europaschau wurden fünf Silber-porzellanfarbige gezeigt, die in der Form überwiegend als typisch anzusprechen waren, in der Tupfung aber teils exakter erscheinen durften (2x 95 Punkte an Levi Feuerriegel/Deutschland). 


Von den gemeldeten Gelben mit weißen Tupfen waren lediglich zwei Tiere erschienen. Diese präsentierten sich mit passablen Formanlagen und einem passenden, gleichmäßigen Gelbton. Der Hahn zeigte jedoch einen unvollständigen Schwanzaufbau. Die Henne durfte im rahmweißen Farbton der Tupfen und des Schwanzes reiner erscheinen. Besser zu gefallen wussten die sechs Gelben mit weißen Tupfen in der Jugendklasse. Gerundete Form und gelbe Grundfarbe waren hier zumeist stimmig. Leni Feuerriegel/Deutschland erhielt hier auf einen rassigen 95-Punkte-Hahn den Titel Europachampion.
 

Federfüßiges Zwerghuhn, silber-porzellanfarbig, 97 Punkte Europa-Medaille, Alexander Schwager/Deutschland

Die Roten mit weißen Tupfen (8) konnten erfreulicherweise auch zur Europaschau ihre Fortschritte in den Hauptrassemerkmalen deutlich offenlegen. Mehrheitlich überzeugten sie in den Formanlagen, im satten, gleichmäßigen Rot sowie in der annähernd homogenen Verteilung der weißen Tupfen (2x 95 Punkte an Dorian Schausberger/Österreich). Gleichwohl durfte die Oberlinie vereinzelt noch hohlrunder, die Steuerfederstruktur geschlossener und Kehllappenansätze glatter erscheinen. Ein gravierender Punkt war zudem die Mittelzehenbefiederung: Mehrere Tiere mussten aufgrund zu knapper oder gar komplett fehlender Mittelzehenbefiederung – einem Hauptrassemerkmal unserer Rasse – zurückgestuft werden.


Unter den vier Schwarzen mit weißen Tupfen zeigte sich ein typischer Formhahn aus rumänischer Zucht (Marian Valentin Cracium) mit gleichmäßiger Tupfenzeichnung als klarer Pluspunkt der Kollektion. Die Hennen durften in der Tupfenzeichnung durchgehender erscheinen.


Unter den einfarbigen Federfüßigen Zwerghühnern stachen die Weißen und Perlgrauen deutlich hervor. Die acht Weißen zeigten eine hohe Homogenität in den allgemeinen Rassemerkmalen: korrekte Körperbreite, stimmige Standhöhe und überwiegend passende hohlrunde Oberlinien. Qualitativ voran die Europachampion-Henne mit 97 Punkten von Markus Schausberger/Österreich. Auf das korrekte Verhältnis zwischen Kopf- und Schwanzhöhe ist weiterhin zu achten, denn das Schwanzende soll die Kopfhöhe nicht deutlich überragen. Bei den Hennen durfte das Mantelgefieder teils reiner weiß und die Ohrlappen reiner rot erscheinen.
 

Federfüßiges Zwerghuhn, rot mit weißen Tupfen, 95 Punkte E, Dorian Schausberger/Österreich

Die acht Perlgrauen präsentierten sich mit feinen Typtieren, passender Federstruktur und meist gleichmäßiger Farbe. Wünsche nach etwas mehr Breite im Sattel- und Schwanzansatz sowie reineren Ohrlappen führten zu moderaten Abstufungen. Herausragend war ein 97-Punkte-Hahn, für den Dorian Schausberger/Österreich den Titel Europachampion erringen konnte.


Bei den zehn gemeldeten Schwarzen und vier Blau-gesäumten zeigte sich das Bild deutlich durchwachsener. Drei schwarze Hähne wussten in Körperbreite, hohlrunder Oberlinie, passender Federstruktur und Fußbefiederung zu gefallen. Ein weiterer Hahn musste aufgrund einer deutlichen Deformation der Kammfahne (Auswuchs an Unterseite) mit 0 Punkten bedacht werden. Zudem waren zwei schwarze sowie zwei blau-gesäumte Hennen aufgrund stark unvollständigen, ausgepickten Sattelgefieders zu disqualifizieren (oB). Die blauen Hähne zeigten ordentlichen Typ und eine stimmige Blautönung, durften jedoch im Saum noch ausgeprägter und klarer erscheinen.
 

Federfüßiges Zwerghuhn, perlgrau, 97 Punkte Europachampion, Dorian Schausberger/Österreich

Besonders anerkennenswert war, dass auch der traditionsreiche Farbenschlag gestreift auf dieser Europaschau vertreten war – und dies in Form einer hochwertigen Kollektion. Formanlagen, Kopfmerkmale und Streifung präsentierten sich in gefälliger Güte. Eine mustergültige Form- und Zeichnungshenne konnte aufgrund nicht vollständig ausgebildeter Handschwingenspitzen jedoch leider nicht zu den höchsten Ehren gelangen (95 Punkte an Siegfried Feil/Österreich).


Auch die sechs Goldhalsigen stellten eine wertvolle Kollektion dar. Mehrere Tiere überzeugten mit rassigem Ausdruck und Körperbreite. Die Hähne sollten vereinzelt die Schwanzpartie weniger fächern und angehobener tragen. Besonders hervorzuheben war eine herausragende Henne mit bester Form mit leicht angehobener, gerundeter Brustpartie, hohlrund ausgeformter Oberlinie und passender Schwanzbreite sowie feiner Mantelrieselung und korrekter Lachsbrust. 97 Punkte und der Europachampion waren hier fällig. Dieses Tier präsentierte der Ausstellungsleiter der Europaschau Stefan Henzel/Slowakei und stellte zweifellos einen Höhepunkt dieses Farbenschlags dar.


Sechs Tiere in Weiß-Schwarzcolumbia präsentierten ein beachtliches Qualitätsniveau. Die Columbiazeichnung war insgesamt passend, mit klarer Hals- und Schwanzzeichnung und sehr guter Körperbreite. Wünsche zeigten sich bei einzelnen Tieren hinsichtlich stabilerer Kammblätter sowie bei mehreren Vertretern, die sich im Bereich der oberen Größengrenze bewegten. 96 Punkte erreichte eine rassige Henne von John Schneider/Deutschland.
 

Federfüßiges Zwerghuhn, weiß-schwarzcolumbia, 96 Punkte E, John Schneider/Deutschland

Noch nicht ganz ausgereift im Körperbau und im Gefieder zeigten sich die vier Birkenfarbigen aus italienischer Zucht. Der Hahn besaß eine stark überzeichnete Brust. Die Hennen wiesen im Körperbau passende Rasseanlagen auf, durften jedoch im Mantelgefieder reiner schwarz erscheinen.

 

Den Abschluss bildeten zwei Gelbe mit Bart. Der Hahn zeigte einen Ausschlussfehler und erhielt dementsprechend 0 Punkte. Die Henne präsentierte sich in Bartfülle und Typ sehr ordentlich, hätte jedoch farblich gleichmäßiger ausfallen dürfen.

 

Dr. Ruben Schreiter | Zuchtwart SV